Kapstadt Blog

Wilderness Safaris startet Wilderness Moments Fotografie-Wettbewerb

Johannesburg, Juli 2017: Wilderness Safaris freut sich sehr, den Start seines Wilderness Moments Fotografie-Wettbewerbs verkünden zu können. Alle Gäste, Mitarbeiter und Partner, die in den letzten 34 Jahren mit dem führenden Ökosafari-Unternehmen gereist sind, werden dazu animiert, ihre beste Fotoaufnahme von einer dieser bedeutungsvollen Reisen zu teilen. Die Anmeldung ist vom 10. September bis 14. Oktober geöffnet. Die Gewinner werden am 15. November 2017 bekannt gegeben und dürfen sich auf ganz besonders motivierende Reisepreise freuen – die perfekte Gelegenheit erneut einzigartige Eindrücke mit der Kamera festzuhalten.

Lebensverändernde Reisen in fünf Kategorien

Als Teil der Wilderness Safaris #PurposeIsTheNewLuxury Kampagne, ist das Hauptziel des Wettbewerbs, tiefer in den Grund für die Existenz des Unternehmens einzutauchen – nämlich Afrikas Wildnis und Tierwelt durch lebensverändernde Reisen zu bewahren und wieder herzustellen sowie zu positivem Handeln zu inspirieren. Die fünf Kategorien des Wettbewerbs fokussieren sich daher auf genau dieses Bestreben und den Nachhaltigkeitsethos der 4C von Wilderness Safaris: Neben ‚Best Wildlife‘, ‚Wilderness‘, ‚Conservation‘ und ‚Community/Culture gibt es eine fünfte Kategorie, die ganz nach dem Unternehmensmotto Our journeys change lives darauf abzielt, wie Wilderness Safaris mit seinen Reisen Leben verändert.

Kombination von Bild und Geschichte bewertet

“Hier geht es um viel mehr als nur einen weiteren Fotowettbewerb. Die ‚Our journeys change lives‘ Kategorie gibt jedem die Chance, teilzunehmen, da die eingereichten Bilder nicht aufgrund der technischen Professionalität sondern vielmehr aufgrund der Kombination von Bild und der damit verbundenen Geschichte bewertet werden. Diese erzählt entweder, wie der Bewerber Teil der Wilderness Safaris Reise war, wie die Reise mit Wilderness Safaris sein Leben verändert hat oder wie der Bewerber miterlebt hat, wie jemand anderes Leben durch eine Reise mit Wilderness Safaris verändert wurde“, so Chris Roche, Wilderness Safaris Chief Marketing Officer.

Erlebnisse sammeln und teilen

“Immer mehr anspruchsvolle Reisende auf der ganzen Welt suchen nach bedeutungsvollen Erlebnissen und erkennen den positiven Einfluss solcher Reisen. Daher wollen wir die vielen lebensverändernden Geschichten, die da draußen sind, sammeln und teilen. Gäste, Partner und auch Mitarbeiter sind dazu eingeladen, am Wettbewerb teilzunehmen. Dadurch glauben wir, eine umfassende Sammlung von Fotografien und Geschichten zusammentragen zu können. Wir sind schon sehr aufgeregt, die Momente aus der Sicht und den Erzählungen dieser Menschen, zu teilen“, fügt Chris Roche hinzu.

Die Experten-Jury

Die Jury, ein Gremium von Fotografie-Experten, besteht aus Mike Myers, Ona Basimane und Caroline Culbert. Zusammen haben die drei mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Fotografie, aber noch wichtiger: Jeder von ihnen kann eine einzigartige lebensverändernde Geschichte erzählen, wie die Kamera den Lauf ihres Schicksals zum Positiven verändert hat. Die Inspiration, die sie sich aus dem Busch, dem Umweltschutz und der multikulturellen Gemeinschaft um sie herum holen, machen sie zu wahren Wilderness Safaris Botschaftern und Würdenträgern dieser Aufgabe.

Einzigartige Safaripreise für Gäste und Mitarbeiter

Gäste und derzeitige Mitarbeiter werden getrennt bewertet und prämiert. Der Gesamtpreis für die Gäste ist eine 8-Nächte Safari für zwei Personen bei gemeinsamer Unterbringung nach eigener Wahl in Classic oder Adventures Camps in Botswana, Namibia, Südafrika, Sambia oder Simbabwe inklusive Wilderness Air Chartertransfers zu den Camps. Eine ähnliche 5-Nächte Safari geht an den Gewinner des Mitarbeiter-Wettbewerbs. Jeder Gewinner der einzelnen Gästekategorien erhält einen 3-Nächte Safari-Aufenthalt. Zusätzlich wird eine engere Auswahlliste der Bilder sowohl von Gästen als auch Mitarbeitern in die People’s Choice‘ Kategorie aufgenommen und von der Öffentlichkeit bewertet. Die Gewinner erhalten ein Wilderness Safaris Geschenkpaket.

Website zur Bewerbung und Bewertung

Eine interaktive Website – www.wilderness-photo-competition.com – wurde für die Einreichung der Fotobeiträge sowie detaillierte Informationen zu den Regularien, Prämien, der Jury, Neuigkeiten und dem Projekt im allgemeinen ins Leben gerufen. Die Website wird auch als Plattform für die Öffentlichkeit dienen, um über den Gewinner der ‚People’s Choice‘ Kategorie vom 30. Oktober bis 12. November 2017 abzustimmen.

Sex in der Wüste

von Stefanie Walther

Ronnies legendärer Sexshop auf der Route 62

Ein Sexshop ist wohl so ziemlich das Letzte, was man auf der tristen Strecke zwischen Ladismith und Barrydale erwarten würde. Soweit das Auge reicht nichts als trockene Erde, verdorrte Büsche und ein schier endloser Himmel. Typisch Karoo eben. Kein Wunder also, dass man das weiße Häuschen in der Ferne für eine Fatahmorgana hält. Beim Näherkommen ist es aber immer noch da, und in dicken roten Lettern ist „Ronnies Sex Shop“ an die schneeweiße Wand gepinselt. Ein Sexshop in der Wüste, wer hätte das gedacht!
 
Zahlreiche Bremsspuren verraten, dass so mancher vor Überraschung heftig in die Eisen gegangen ist, und die vielen parkenden Autos beweisen, dass ein Sexshop in der Wüste zahlreiche Besucher anzieht. Die Terrasse ist voll. Neben verschwitzten Bikern sitzen Touristen mit Schlapphut und Fotoapparat. Ein paar junge Typen drehen Zigaretten, trinken Bier und starren den vorbeilaufenden Mädels auf den Hintern. Aus den Lautsprechern dröhnt AC/DC, und eine halbnackte Pamela Anderson beobachtet die Szene von ihrem Poster neben der Eingangstür.

Ein stinknormaler Pub könnte man meinen. Ist aber nicht so. Betritt man die eigentliche Bar, bekommt man einen ganz anderen Eindruck: Die Wände sind über und über mit Sprüchen, Witzen und Unterschriften beschmiert, daneben hängen vergilbte Fotos und Visitenkarten aus aller Welt. Auf Regalen liegen verstaubte Baseballkappen und signierte T-Shirts. Von der Decke baumeln – man mag’s kaum glauben – BHs und Slips in allen Größen und Farben. Ein roter Spitzenschlüpfer sticht besonders ins Auge. Und natürlich der pinke Büstenhalter in Doppel-D. Die handfesten Beweise ausschweifender Partys, langer Nächte und enthemmter Gäste.
 
Der ältere Typ hinter der gut bestückten Bar scheint ebenfalls zum Inventar zu gehören. Er sieht einfach so aus als gehöre er hier hin: Pferdeschwanz bis zum Hintern, langer Rauschebart und ein abgebrühtes Grinsen. Eine Frau mit Afro nennt ihn Ronnie. Das ist er also. Und das ist sein legendärer Sexshop. Kein Sexshop im konventionellen Sinne, man findet hier weder verruchte Filme, noch heißes Liebesspielzeug, dafür aber jederzeit ein eiskaltes Bier, einen Happen zum Essen und wenn man Glück hat eine richtig gute Party. Eine jener Parties, die den Pub berühmt gemacht haben. Mit Feiern bis zum Morgengrauen und Tanzen bis zum Umfallen.
 
Der Laden ist mittlerweile Kult. Dabei war es anfangs gar nicht Ronnies Absicht, einen Pub zu eröffnen. Schon vor zwanzig Jahren kam Aussteiger Ronnie von Kapstadt in die Karoo, „um dem hektischen Stadtleben zu entkommen", erklärt er. Er kaufte eine Farm und wollte in dem zerfallenen Gebäude neben der Straße einen Bauern-laden eröffnen, wo er seine selbstgemachten Marmeladen und Chutneys verkaufen wollte. In leuchtendem Rot malte er „Ronnies Shop" an die Außenwand. Unterstützt wurde er von seinen Freunden, die ihm bei den mühevollen Renovierungsarbeiten halfen. „Das Haus war mehr eine Ruine als ein Haus", erklärt er.
 
Nach einem Tag harter Arbeit saßen alle gemeinsam ums Feuer, tranken Bier und grillten ein paar Steaks. Anscheinend war Ronnie an diesem Abend nicht ganz so trinkfest, denn er ging als einer der ersten zu Bett. Eine schicksalsträchtige Entscheidung. Während Ronnie friedlich schlief, machten sich seine Freunde mit Pinsel und Farbe ans Werk. Als er am nächsten Morgen zum Laden kam, hieß dieser nicht mehr nur Ronnies Shop, sondern Ronnies SEX Shop. „Als ich sah, was meine Freunde angestellt hatten, war ich stinksauer. Die Lust einen Bauernladen zu eröffnen, war mir gehörig vergangen. Die Renovierungsarbeiten dauerten sowieso viel zu lange, und außerdem wusste ich nicht, ob der Laden überhaupt Erfolg haben könnte. Damals gab es ja noch keine Route 62, und nur selten verirrten sich Leute in die Karoo. Ich beschloss, den Laden nicht zu eröffnen und machte mir auch nicht die Mühe, die Außenwand neu zu streichen."


 
Jahrelang betrat er das Häuschen nicht mehr. Argwöhnisch beobachtete er, wie sich vorbeifahrende Passanten über den zerfallenen Sexshop amüsierten. Viele hielten an, um Fotos zu machen und sich die Beine zu vertreten. Das brachte ihn auf eine Idee, und eines feucht-fröhlichen Abends beschloss er mehr oder weniger aus Spaß, in dem Häuschen einen Pub zu eröffnen. Die beste Idee, die er je hatte. Der Pub ist ein Erfolg und das schon seit über einem Jahrzehnt. Fast jeder der vorbeifährt hält an, entspannt sich bei einem kühlen Bier, schwätzt mit Ronnie und verewigt sich an der Wand - wenn denn noch irgend wo ein freies Plätzchen zu finden ist.

Das Geheimnis seines Erfolgs? „Klar, es ist der Name. Die Leute sind neugierig, halten an und schauen sich um. Sex verkauft sich eben besser als Erdbeermarmelade und Gemüse", sagt er und lacht. Dann fügt er zwinkernd hinzu: „Und manchmal, wenn die Stimmung stimmt und die Leute gut drauf sind, dann drehe ich die Musik ein wenig lauter und gebe einen aus. Und manchmal findet dann ein weiterer BH ein neues Zuhause hier.