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WM 2010

 
Nach der WM ist vor der WM: Südafrika 2010
In knapp vier Jahren ist Südafrika WM-Gastgeber. Es wird das erste Fußball-Welt-Championat auf dem Kontinent sein. Mit großen Plänen und beinahe kindlicher Vorfreude erwartet das Land an Afrikas Südspitze das weltbewegende Ereignis. Die Einwohner betrachten die Vergabe als ein Kompliment an die junge Nation, Flughafenbetreiber, Finanzberater, Tourismusmanager – und eigentlich alle Vertreter aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Sport als Ansporn. Und der Fußballnachwuchs, der wittert Morgenluft.
 
Nach Berichten der Inspektorengruppe des Weltfußballverbandes FIFA sind Transport, Telekommunikation, Hotellerie und die medizinische Versorgung auf einem sehr guten Niveau und für die Weltmeisterschaft gerüstet. Kritisiert wird die mangelnde Sicherheit im Land, jedoch habe die Regierung des Staates die Mittel und das Wissen, die WM ohne Probleme zu veranstalten.
 
Die Ausrichtung des zweitgrößten Sportturniers der Welt soll Südafrikas Demokratisierungs- und ethnische Einigungsprozesse vorantreiben. Das Gesamtvolumen der Investitionen für die Weltmeisterschaft beträgt laut den Bewerbungsunterlagen von Südafrika 825 Millionen US-Dollar. Etwa 467 Millionen Euro will das Organisationskomitee der WM durch Kartenverkäufe einnehmen, lokale Sponsoren sollen etwa 47 Millionen beisteuern. Die Eintrittskarten werden voraussichtlich zwischen 20 Dollar und 1083 Dollar liegen. Die Inspektorengruppe ist der Meinung, das Ticketing (Kartenverkauf) müsse überarbeitet werden, da der Eintritt zu lokalen Fußballspielen lediglich zwei bis maximal zehn Dollar kostet. Es können auch nicht hunderttausende Internationaler Fussballfans, wie bei der WM 2006 in Deutschland erwartet werden.
 
ARD und ZDF werden mindestens 48 der 64 Spiele des Turniers live übertragen. Die restlichen maximal 16 Partien zeigt exklusiv der Pay-TV-Sender Premiere.
 
Der Weltfußballverband hat 2005 schon einen Vertrag mit dem Sportausrüster Adidas abgeschlossen, damit wird der Spielball bei der WM 2010 vom deutschen Unternehmen aus Herzogenaurach gestellt. Adidas hat zudem noch ein Vorverkaufsrecht auf Fernsehwerbung und bevorzugte Werbeflächen in den WM-Stadien. Inklusive der WM 2014 kosten die Lizenzen für die Fußballgroßereignisse (inklusive der Frauenfußball-Weltmeisterschaft und der Junioren-Fußballweltmeisterschaft) 250 Millionen Euro.
 
 
 
 
 
Weitere Informationen zur WM 2010: