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Brustvergrösserung
Die Vergrößerung der Brust mit Silikon ist in den letzten
Jahren viel diskutiert worden, nachdem es in Amerika zu
Gerichtsverfahren kam, in denen Frauen, die angeblich durch
implantiertes Silikon Erkrankungen erlitten und hohe Abfindungen
zugesprochen bekamen.
Der Zusammenhang dieser Erkrankungen mit dem Silikon wurde von
der Mehrheit der Ärzte weltweit angezweifelt. Durch große
Untersuchungsserien in Amerika und anderen Ländern ist inzwischen
eindeutig bestätigt worden, daß dieser Zusammenhang nicht besteht
und daß Silikon ein für den Körper gut verträgliches Material
ist.
Alle Brustprothesen werden aus Silikon hergestellt unabhängig
davon, womit sie gefüllt werden Der Inhalt kann aus Silikon selbst,
aus Kochsalz oder Hydrogel bestehen.
Die hier in Südafrika am meisten benutzten sind die ersten
beiden. Die Erfahrung mit Hydrogel ist bisher noch relativ kurz und
es wird hier erst abgewartet, was langfristige klinische
Untersuchungen ergeben.
Ich persönlich empfehle und benutze nur die mit Silikongel gefüllte Prothese,da
sie die natürlichste Brustform und Konsistenz ergibt. Bei
kochsalzgefüllten Prothesen kommt es immer noch gelegentlich zum
Auslaufen der Flüssigkeit. Dies stellt zwar kein gesundheitliches
Problem dar aber es bedeutet, daß eine neue Prothese operativ
eingesetzt werden muß. Kochsalz gefüllte Prothesen fühlen sich
auch härter an und oft kann man die Falten der Prothese durch den
Busen fühlen.
Die Brustprothesen, die ich benutze werden von EUROSILICONE
hergestellt und haben einen sehr hohen Qualitätsstandard.
Die Brustvergrößerung wird routinemäßig unter lokaler Betäubung
durchgeführt. Das bedeutet, daß Sie in einen sogenannten Dämmerschlaf
versetzt werden und das Operationsfeld dann mit einem lokalen Betäubungsmittel
infiltriert wird. Dies ist der einzige Moment der Operation in dem
man etwas empfindet, aber durch das Sedierungsmittel und durch ein
Morphinpräparat wird davon nur wenig wahrgenommen. Diese lokale Betäubung
dauert nur wenige Minuten, danach verspürt man keine Schmerzen mehr.
Der Vorteil dieser Art von Betäubung ist, daß man am Ende der
Operation wieder völlig wach ist und nicht die üblichen
Nachwirkungen der Narkose verspürt. Man kann auch vor und nach der
Operation etwas essen und trinken .
Die Prothese wird durch einen ca 5 cm langen Schnitt in der
unteren Brustfalte in eine Ebene eingeführt, die zwischen dem
Brustmuskel und dem Brustdrüsengewebe liegt. Dies ergibt die natürlichste
Brust, da die Prothese sich mit der Brust bewegt und nicht fest
hinter dem Muskel eingeklemmt wird. Wenn die Prothese hinter dem
Muskel liegt bewegt sich der Busen mit den Bewegungen des Armes und
verzieht die Konturen.
Die Brustvergrößerung kann zu Sensibilitätststörungen der
Brust führen .Dies kann jede Stelle der Brust betreffen, nicht
notwendigerweise die Brustwarze. Diese Störung ist meist vorübergehend
und dauert meist nur einige Tage bis zu einigen Monaten. In manchen
Fällen ist sie auch permanent. Dies ist dann meist nur in einem
kleinen Bereich und kann auch nur eine Brust betreffen.
Während der Operation werden Blutgefäße elektrisch versiegelt.
Trotzdem wird es nach der Operation zu einer geringen Nachblutung führen.
Dieses Blut, zusammen mit Serum und der Flüssigkeit, die zur Betäubung
eingespritzt wurde, wird durch eine Drainage, die in die Wunde
eingelegt wird, abgesaugt. Diese Drainage wird nach ca. drei Tagen
entfernt. Diese Drainageröhrchen sind 3mm dick und sind mit einem
Vakuumbehälter verbunden. Dieser kann vom Patienten selbst einmal täglich
entleert werden.
Zur selben Zeit an der die Drainage entfernt wird, wird auch der
Verband, der nach der Operation angelegt wurde, entfernt. Die Wunde
wird dann nur noch mit MICROPORE , einem dünnen Pflasterstreifen
verklebt. Das Tragen eines Büstenhalters wird für die ersten zwei
Wochen auch nachts empfohlen.
Nach Abnahme des Verbandes sehen die Patienten zum ersten mal
ihren Busen, der zu diesem Zeitpunkt noch etwas geschwollen ist und
auch noch nicht die endgültige Form hat. Die Prothese scheint am
Anfang etwas zu hoch zu sitzen und die obere Hälfte des Busens
erscheint zu sehr nach vorne gewölbt. Das Implantat sinkt aber nach
einigen Wochen nach unten , so das dann die natürliche Form
entsteht.
Dies sind ein paar wesentlich Hinweise zur Technik und
Nachbehandlung.
Mehr wird Ihnen in der Konsultation erklärt.
Wenn noch offene Fragen existieren, können Sie uns jeder Zeit
kontaktieren.
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